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Geldanlage

Meine Erfahrung mit Accessio, ehemals Driver & Bengsch, und der PONAXIS Anleihe

Ein spannender Artikel in der Wirtschaftswoche Ausgabe 5/2009 und auch online, der die Misstände des Wertpapierhandelshauses Accessio, ehemals Driver & Bengsch AG transparent macht.

Ich habe dort vor einigen Jahren, als sie noch Driver & Bengsch hießen, bereits eine Ponaxis Anleihe gekauft, die regelmäßig bedient wurde, also kein Grund zur Klage, abgesehen von den quartalsweise eingezogenen 5 Euro Depotgebühren.

Nun habe ich wieder eine Ponaxis Anleihe mit Laufzeit bis 2011, Kupon 8,5%. Bisher wurde sie pünktlich bedient, jedoch löst der Artikel einige Zweifel bezüglich der zukünftigen Zahlungen aus, unterstütz noch durch den anhaltenden Kursverfall der Anleihe.

Das Geschäftsmodell der Ponaxis AG fand ich sehr vielversprechend, das Unternehmensgeflecht, dem die Ponaxis AG angehört war mir jedoch bisher unbekannt, ebenso wie einige weitere bedenkliche Vorkommnisse, die in dem Artikel aufgedeckt werden:

  • das Geld zirkuliert in einem undurchsichtigen Geflecht kleiner und mittlerer Unternehmen, die oft selbst an anderen Unternehmen des Netzes beteiligt sind
    Das Problem für die Anleger: wenn ein Unternehmen in Probleme gerät, kann dies eine Kettenreaktion auslösen
  • Massive Fehler in den Jahresabschlüssen z.B. in der Bilanz der Ponaxis AG: der Konzernabschluss 2006 wies eine Reihe von Fehlern auf, aus einem Überschuss von 1,6 Millionen wurde nach den Kontrollen der Prüfstelle für Rechnungslegung ein Verlust von 8,1 Millionen, die Bilanzierungsfehler blieben erst unentdeckt, da die WPG ebenfalls in das Netzwerk verstrickt ist
  • bisher bediente Ponaxis seine Anleihen, die „nur mit geringen Abschlägen zum Nennwert notieren“, na ja, am 17.02.2009 notiert sie bei einem Kurs von 88,80 Euro, gekauft habe ich zu 99 Euro, also NUR rund 10% Abschlag
  • Die Struktur zahlt sich aus: Accessio kassiert für die Vermittlung von Zeichnern der Anleihen bis zu 10% vom Nennwert, das Wertpapierhandelshaus ist also eine Art Staubsauger für Geld
  • Einen Zusammenhang zwischen den Kundenbeschwerden und dem Namenswechsel gibt es natürlich nicht!

Wie ist eure Erfahrung mit Anleihen von Accessio, ehemals Driver & Bengsch oder wie auch immer?

weiterlesen: Update – Meine Erfahrung mit Accessio und der Ponaxis Anleihe

7 Antworten auf „Meine Erfahrung mit Accessio, ehemals Driver & Bengsch, und der PONAXIS Anleihe“

Ganz einfach – das sind Schwerverbrecher.
Ein konstruiertes Schneeballsystem.
Finger weg und ganz schnell raus!

Das Internet geht ja förmlich über vor Warnungen und Negativmeldungen.

Weder Driver & Bengsch noch Accessio noch eine der als ’strategische Kerninvestments‘ bezeichneten Schundfirmen werden die Finanzkrise überstehen.

Wenn selbst renommierte und seriöse Firmen nicht durchkommen ist die Chance für ein gehaltloses Geschäftsmodell gleich 0.

Es wird für Driver & Bengsch und die Konsorten schwer werden, noch neue Kunden zu gewinnen – auch bei Partnern und Helfern werden die keine Chance mehr haben. Welche halbwegs seriöse Firma will sich mit solchen Gaunern noch einlassen – von Verbrechern mit bekanntem Image distanziert man sich doch eher.

Ich würde verkaufen! Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, aber in diesem Fall besteht in meinen Augen kein Anlass dafür. Egal zu welchem Kurs: Raus! Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Vielen Dank für den Link! Ausdauernd und einfallsreich sind die beiden Herren ja…

Gastbeiträge sind natürlich jederzeit willkommen. Einfach per Email melden.

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