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zur Erinnerung: antichambrieren

antichambrieren
Photo: Bayerische Schlösserverwaltung

Kürzlich ist mir dieses Wort begegnet. Um es in Erinnerung zu behalten hier eine kleine Notiz dazu.

Antichambre ist das Vorzimmer. Genauer das Ankleidezimmer vor dem herrschaftlichen Schlafzimmer zu dem nur der Kammerdiener Zugang hat. Möchte man bis dahin vordringen, benötigt man schon einiges Durchsetzungsvermögen, Intriganz oder Bestechungsgeld.

Antichambrieren bedeutet

  • im Vorzimmer warten
  • langes Warten oder mehrmaliges Vorsprechen im Vorzimmer höhergestellter Persönlichkeiten oder Behörden
  • durch beharrliches, wiederholtes Vorsprechen etwas zu erreichen suchen

Benutzt wird das Wort in der Regel im Sinne seiner abwertenden Bedeutung

  • in den Vorzimmern der Großen und Mächtigen verkehren und diesen dort schmeicheln
  • mit Buckeln und Kriechen eine Gunst oder Gnade von den Großen erschleichen
  • unsaubere, heimliche Machenschaften wie Klinkenputzen, Intriganz, Bestechung
  • einschmeicheln, katzbuckeln, einschleimen, speichellecken, Kratzfüße machen

„Er musste lange antichambrieren, bis er endlich sein Ziel erreichte.“

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