Inflation, Arbeitslosigkeit und Steuern

Die Staatsverschuldung von vielen großen Nationen hat heute rund 70% erreicht, die kumulativen Zinsausgaben zugeschrieben werden. Wenn die Zinssätze steigen, werden die Staatsschulden explodieren und basierend auf der Scheintheorie der Inflation, die angeblich aus einer Erhöhung der Geldmenge resultiert, werden dann die Steuern angehoben, um die existierenden Defizite zu reduzieren. Dies wird zu einer weiteren Depression führen, wenn die Deflation zunimmt. Je mehr Menschen der Regierung nicht mehr vertrauen, desto mehr horten ihren Reichtum aus Angst zu investieren.
Die EZB hat seit fast 10 Jahren quantitative Lockerungsmaßnahmen durchgeführt, ohne eine entsprechende Inflation hervorzurufen. Nur wenn die Menschen der Regierung nicht mehr vertrauen und glauben, dass die Preise steigen, werden sie die Währung jetzt ausgeben, da sie morgen weniger dafür kaufen können. Entscheidend ist immer, was die Leute morgen für möglich halten. Derzeit gibt es wenig Vertrauen in die Zukunft, so dass die Bevölkerung weniger ausgibt und mehr spart bzw. hortet. Es gibt keinen Druck, heute etwas zu kaufen, aus Angst, dass es morgen im Preis steigen wird. Solange sich die Menschen nicht sicher über die Zukunft sind, werden sie im Sparmodus bleiben. Hyperinflation entsteht erst, wenn das Vertrauen in die Regierung zusammenbricht.

Betrachtet man die Wirkung von Steuern so gilt, je mehr Steuern erhoben werden, desto weniger verfügbares Einkommen hat der Einzelne in jeder Klasse. Selbst diejenigen in der unteren Klasse sind betroffen, auch wenn sie nicht von einer Steuererhöhung betroffen sind, weil die Löhne nicht steigen werden, wenn die Arbeitgeber mehr Steuern zahlen müssen und die Produkte teurer werden, weil Steuererhöhungen weitergegeben werden. Das verfügbare Einkommen wird weniger und die Inflation wird unterdrückt.

Handel muss in der jeweiligen Währung betrachtet werden, nicht als Warenmenge. Der USD hat z.B. 2017 7% verloren, während die Importe um rund 9% im Jahresvergleich in Dollar gestiegen sind.
China, Mexiko und Kanada machen 45% der US-Importe aus, aber die Währungen aller drei Länder sind im Gleichschritt gefallen, während andere EM-Währungen stärker geworden sind.
Einzelhandelsumsätze stiegen im Jahresvergleich um 4% seit 2011, was auf einen stärkeren Arbeitsmarkt zurückzuführen sein mag, aber nicht genug, um die Margen für die verkauften Produkte zu erhöhen. Damit entsteht eine Situation geringer Arbeitslosigkeit bei geringer Inflation. Typischerweise entfaltet sich die Inflation erst dann, wenn es Vertrauen in die Zukunft gibt.

Quellen
Armstrong Economics
Armstrong Economics
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