zur Erinnerung: Neoliberalismus

Neoliberalismus – die vorherrschende Ideologie unserer Zeit

Eine Zusammenstellung verschiedener Sichtweisen des Begriffs Neoliberalismus.

Neoliberalismus ist die Bezeichnung einer breiten und heterogenen theoretischen Strömung, zu der die Freiburger Schule (Ordoliberalismus) und die Chicagoer Schule, aber auch Vertreter der Österreichischen Schule wie Friedrich August von Hayek gerechnet werden, obwohl die Abgrenzung der einzelnen Schulen und die Zuordnung einzelner Personen strittig ist. Neben der wirtschaftsgeschichtlichen Bedeutung gibt es neuere Begriffsverwendungen von Neoliberalismus als politisches Konzept, Entwicklungsmodell, Ideologie und akademisches Paradigma.

Quelle: Wikipedia

In ganz allgemeiner Form lässt sich der Neoliberalismus als Oberbegriff für einen Gesellschaftsentwurf betrachten, der für Privatisierung und einen marktradikalen Kapitalismus steht. Dies drückt sich sprachlich in der ökonomisierenden Sichtweise auf sämtliche Lebensbereiche aus; diese werden nach Gesichtspunkten des Marktes und der Vermarktung, der Effizienz, Konkurrenz, der Verwertbarkeit oder der Gewinnmaximierung betrachtet. Besonders krasse Beispiele sind in den vergangenen Jahren von der sprachkritischen Aktion „Unwort des Jahres“ herausgehoben worden, wie etwa die Begriffe Humankapital, Anschlussverwendung, Langlebigkeitsrisiko, Todesfallbonus oder überkapazitäre Mitarbeiter. – Falko Schmieder

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Inflation, Arbeitslosigkeit und Steuern

Die Staatsverschuldung von vielen großen Nationen hat heute rund 70% erreicht, die kumulativen Zinsausgaben zugeschrieben werden. Wenn die Zinssätze steigen, werden die Staatsschulden explodieren und basierend auf der Scheintheorie der Inflation, die angeblich aus einer Erhöhung der Geldmenge resultiert, werden dann die Steuern angehoben, um die existierenden Defizite zu reduzieren. Dies wird zu einer weiteren Depression führen, wenn die Deflation zunimmt. Je mehr Menschen der Regierung nicht mehr vertrauen, desto mehr horten ihren Reichtum aus Angst zu investieren.
Die EZB hat seit fast 10 Jahren quantitative Lockerungsmaßnahmen durchgeführt, ohne eine entsprechende Inflation hervorzurufen. Nur wenn die Menschen der Regierung nicht mehr vertrauen und glauben, dass die Preise steigen, werden sie die Währung jetzt ausgeben, da sie morgen weniger dafür kaufen können. Entscheidend ist immer, was die Leute morgen für möglich halten. Derzeit gibt es wenig Vertrauen in die Zukunft, so dass die Bevölkerung weniger ausgibt und mehr spart bzw. hortet. Es gibt keinen Druck, heute etwas zu kaufen, aus Angst, dass es morgen im Preis steigen wird. Solange sich die Menschen nicht sicher über die Zukunft sind, werden sie im Sparmodus bleiben. Hyperinflation entsteht erst, wenn das Vertrauen in die Regierung „Inflation, Arbeitslosigkeit und Steuern“ weiterlesen

zur Erinnerung: Es waren einmal der Dodd-Frank und der Glass-Steagall-Act

1929

Nach dem Börsencrash waren die Konten vieler US Bürger geplündert und ihre Ersparnisse der Spekulation der Banken zum Opfer gefallen. Die Wut in der Bevölkerung gegen die Finanzelite kochte hoch.

1932-1933

Das erste Gesetz des Glass-Steagall-Act wurde 1932 von Präsident Herbert Hoover erlassen und diente der Eindämmung der Deflation während der Großen Depression.

Das zweite, bedeutendere Gesetz, wurde 1933 von Präsident Franklin D. Roosevelt unterschrieben. Das nach seinen Urhebern benannte Trennbankengesetz Glass-Steagall-Act sah eine strikte Trennung des klassischen Kreditgeschäftes mit Privatkunden vom riskanten Investmentbanking vor. Das zweite Glass-Steagall-Gesetz wurde mehrfach modifiziert. Mitte der Siebziger Jahre, gerieten die Banken wegen fallender Profite immer stärker unter Druck und drängten daher auf eine Deregulierung der Finanzmärkte. Die Politik entsprach ihrem Wunsch, woraufhin der Finanzsektor in den Achtziger und Neunziger Jahren rasant anwuchs. Die Banken gewannen so immer mehr Macht und forderten ständig weitere Zugeständnisse.

1999

Präsident Clinton schafft den Glass-Steagall-Act zu Gunsten der Banken ganz ab. „zur Erinnerung: Es waren einmal der Dodd-Frank und der Glass-Steagall-Act“ weiterlesen

Sprachtricks – Gefährliche Fragen

Sprachtricks haben ein gefährliches Potenzial, das Unterbewusstsein der Menschen zu manipulieren. Durch geschickte Fragen kann man sein Gegenüber in eine gewünschte Richtung lenken. Hier einige Beispiele für solche manipulativen Fragen.

Sprachtricks

The Great Depression

Zeitreihe zur Weltwirtschaftskrise (24.10.1929 – 1939) und Weimarer Republik (9.11.1918 – 1933)

1918 „Aufruhrversicherung“: Versicherung gegen Schäden durch öffentliche Unruhen

1919 Berliner März Kämpfe (Revolution)

Januar: 1$ an der Berliner Börse = 8,2 Mark

1920 Dezember: 1$ = 73 Mark

1921 August: Aktienmarkt beginnt zu steigen (analog März 2009)

1923 Das Jahr der Hyperinflation

Oktober: Gründung Deutsche Rentenbank; Reichsbank druckte kein Geld mehr; die Rentenbank gab die am Wert der alten goldgedeckten Mark (Goldmark) vor Kriegsbeginn orientierte „Rentenmark“ aus

1 Billion Papiermark = 1 Rentenmark

1$ = 4,2 Rentenmark „The Great Depression“ weiterlesen