Wann soll man Dividendenaktien verkaufen?

Viele Aktien bieten derzeit eine Dividendenrendite von 3 Prozent und mehr, während die Zinsen für Anleihen und Festgeld unterhalb der Wahrnehmungsschwelle liegen. Warum also nicht kurz vor der Hauptversammlung eines Unternehmens eine dividendenstarke Aktie kaufen, um ein paar Tage später eine schöne Ausschüttung einzustreichen? Wer zum Beispiel 100 Aktien von Siemens am Tag der Hauptversammlung im Depot hielt, konnte sich im Januar 2015 über eine Dividendenzahlung von 330 Euro freuen. Schnell verdientes Geld? „Wann soll man Dividendenaktien verkaufen?“ weiterlesen

Dividendenrendite ist nicht gleich Dividendenrendite

In diesem Jahr schütten deutsche und amerikanische Konzerne Rekord-Dividenden aus. Überall werden daher Aktien mit attraktiver Dividendenrendite angepriesen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass sich die individuelle Netto Dividendenrendite von der auf Finanzseiten ausgewiesenen Rendite stark unterscheiden kann.

Um die Dividendenrendite zu berechnen, setzt man die vom Unternehmen gezahlte Dividende zum Kurs der Aktie ins Verhältnis.

Dividendenrendite = jährliche Ausschüttungen / Aktienkurs

Diese Kennzahl kann sowohl auf Basis der aktuell gezahlten Dividende, als auch auf Basis von erwarteten künftigen Dividenden berechnet werden. Der Kurs muss dabei nicht immer der aktuelle oder Schlußkurs des Tages sein. Die „Dividendenrendite ist nicht gleich Dividendenrendite“ weiterlesen

Berkshire Hathaway zum 50.

„Each pursuit teaches lessons that are applicable to the other. And some truths can only be fully learned through experience.“

Berkshire Hathaway feiert in diesem Jahr sein 50. Firmenjübiläum und natürlich gibt es wieder einen Brief an die Aktionäre, geschrieben von Warren Buffett und Charlie Munger.
2014 stiegen die Investments pro Aktie um 8,4% auf 140.123$ und die Erträge aus Geschäften ungleich Versicherung oder Investments um 19% auf 10.847$ pro Aktie. Seit 1970 stiegen die Investitionen pro Aktie jährlich mit durchschnittlich 19% und die Erträge mit rund 20%. Es ist kein Zufall, dass auch der Aktienkurs von Berkshire um einen sehr ähnlichen Prozentsatz anstieg, wie diese beiden Value Kennzahlen.

Intrinsic Business Value

Massgeblich für die Investment-Entscheidungen bei Berkshire ist der magische “Intrinsic Business Value“. Er ist aus Sicht von Buffett und Munger der einzige logische Ansatz, die relative Attraktivität eines Investments zu bestimmen. „Berkshire Hathaway zum 50.“ weiterlesen

Ein Update zu “What Works on Wall Street” – Neueste Erkenntnisse zur Aktienauswahl

Es gibt bei der Aktienauswahl nicht den besten Faktor per se. Bessere und konsistentere Ergebnisse erhält man, wenn man mehrere Faktoren kombiniert. Zudem sollte man nicht nur die Faktoren mit der besten Performance, sondern der besten Risiko-bereinigten Performance betrachten.

James O’Shaughnessy, Autor von „What Works on Wall Street, Fourth Edition: The Classic Guide to the Best-Performing Investment Strategies of All Time“hat im August 2013 einen Artikel bei der American Association of Individual Investors (AAII) veröffentlich, in dem er die neuesten Ergebnisse seiner umfangreichen Datenbankanalysen präsentiert.

Value Aktie oder einfach nur teuer

Ein niedriges KGV deutet nicht immer auf eine Value Aktie hin. Um herauszufinden, ob es sich wirklich um eine Value Aktie handelt, arbeitet man besser mit einer Kombination von 5 Faktoren. Für die Aktien seines Aktien-Universums bestimmt man die Rangfolge für die folgenden 5 Faktoren: „Ein Update zu “What Works on Wall Street” – Neueste Erkenntnisse zur Aktienauswahl“ weiterlesen

Dividendenaktien – kleine Rendite und große Langeweile?

Sind die Zeiten gut, neigen Anleger dazu, Risiken zu vergessen und nur an die Chancen zu denken. Wenn die Zeiten schlecht sind, vergessen die Anleger die Chancen und denken nur noch an die Risiken. Das ist genau das Gegenteil von dem, was man tun sollten. Im Moment macht es uns der Aktienmarkt einfach, es geht immer weiter aufwärts. Dennoch sollte man das Risiko nicht aus den Augen verlieren. Eine Möglichkeit, das Risiko zu limitieren und trotzdem vorzügliche Gewinne zu erzielen, sind klassische Dividendenaktien. Dividendenaktien sind nicht ansatzweise so langweilig, wie man denkt. Und in den kommenden Jahren sind deren Erfolgsaussichten hervorragend. „Dividendenaktien – kleine Rendite und große Langeweile?“ weiterlesen

Gedanken zu Buy-and-Hold

Die Vielzahl von ETFs macht es einem leicht, sich in Makrotrends und verschiedenen Assetklassen gut aufzustellen. Man muss gar nicht mehr direkt in Anleihen, Währungen oder Rohstoffe investieren.

buy and hold
(Photo: D. Sharon Pruitt)

Es gilt aber folgende Gesetzmäßigkeit: wenn Märkte fallen, ist die Geschwindigkeit der Bewegung größer, als wenn diese steigen. Der Grund liegt darin, dass Angst viel kraftvoller ist als die Gier. Es gilt also zu bedenken, dass man alle Assetklassen in beide Richtungen handeln kann. Ist man immer nur im Aufwärtstrend dabei, verpasst man die Hälfte der Möglichkeiten.
„Gedanken zu Buy-and-Hold“ weiterlesen

zur Erinnerung: Grundlegende Standards von Warren Buffett

zur Auswahl geeigneter Investments

  1. eine nachhaltige Ertragskraft, die sich in einem hohen und gleichmäßigen CFROC (Cash Flow Return on Capital, also Cash Flow aus dem eingesetzten Kapital) zeigt,
    mehr als 5% sollten das in den vergangenen 3 Jahren gewesen sein
  2. eine Eigenkapitalrendite von über 10%
  3. ein Verhältnis der Verschuldung zum Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBIT) von 1,5 oder niedriger
  4. ein leicht verständliches Geschäftsmodell – keine Finanzwerte
  5. eine Dividendenrendite von mehr als 3%
  6. eine Dividendendeckung von mind. 1,5,  also 1,5 mal mehr Gewinn als Ausschüttung
  7. eine Umsatzrendite von über 10%