zur Erinnerung: Rücklagen

Hier mal eine kurze Erklärung des viel bemühten Begriffs „Rücklagen“

Rücklagen sind Teil des thesaurierten, also einbehaltenen Eigenkapitals. Im Aktienrecht werden zwei Kategorien von Rücklagen unterschieden: Kapital- und Gewinnrücklagen. Kapitalrücklagen entstehen durch die Ausgabe von Anteilsscheinen über ihrem Nennwert (§272 Abs. 2 HGB), Gewinnrücklagen sind aus einbehaltenen Gewinnen zu bilden.

Im Hinblick auf die persönliche Geldanlage kann man sagen: Rücklagen sind ein Zwang zum Sparen

Wenn ich mir z.B. ein neues Auto kaufe sollte ich gleichzeitig beginnen, regelmäßig Rücklagen zu bilden. Damit habe ich nach einigen Jahren genug Geld zur Verfügung, um wiederum ein neues Auto zu kaufen.

Rücklagen sind kein Zahlungsstrom.

Von Rücklagen zu unterscheiden sind Rückstellung. Sie sind der Höhe und/oder der Zeit nach ungewisse Schulden (§249 HGB) und damit Teil des Fremdkapitals.

Geldanlage – Tagesgeld und Sparbriefe bei der Santander Bank

Was ist eigentlich ein Tagesgeldkonto?

Meine Anlagestrategie für den finanziellen Schutz ist eine Kombination aus Tagesgeldkonto und Sparbriefen bei der Santander Consumer Bank. Ein Tagesgeldkonto weist folgende Merkmale auf:

  1. Ein verzinstes Konto
  2. Keine Kündigungsfristen
  3. Änderungen des Zinssatzes durch die Bank sind jederzeit möglich
  4. Das Geld ist täglich verfügbar
  5. Überweisungen sind nur auf ein Referenzkonto möglich
  6. Zinszahlung kann monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich erfolgen
  7. der Zinssatz ist deutlich höher als beim Sparbuch
  8. wird häufig nur als Online-Konto angeboten
  9. es gibt eine Einlagensicherung

Was ist ein Sparbrief?

Der Sparbrief ist ein festverzinsliches Anlageprodukt mit fester Laufzeit und festem Zinssatz. Sind können spesenfrei erworben werden.

Meine Aufteilung sieht am 14.11.2008 wie folgt aus:

Santander Consumer Bank    
         
Tagesgeld        
 

Betrag

Zins

Zinszahlung

 
 

5.000,00

3,60%

monatlich

 
         
Sparbriefe        

Fälligkeit

Anlagebetrag

Zins

Laufzeit

Zinsertrag

18.02.2009

5.000,00

4,50%

12 Monate

112,50

21.04.2009

2.500,00

5%

12 Monate

125,00

27.04.2009

5.000,00

5%

6 Monate

125,00

02.05.2009

5.000,00

5%

12 Monate

250,00

29.07.2009

5.000,00

5,05%

12 Monate

252,50

26.09.2009

5.000,00

5,35%

12 Monate

267,50

Summe

27.500,00

 

 

1.132,50

In diesem Sinne – Cash is King

Rücklagen bilden für den Ruhestand oder: Wie soll man für die Rente sparen?

Spend ‚til The End: The Revolutionary Guide to Raising Your Living Standard-Today and When You Retire – ein Buch von Laurence Kotlikoff und Scott Burns

The Revolutionary Guide to Raising Your Living Standard-Today and When You Retire

Das Buch ist bisher nur in Englisch erschienen. Ich habe es noch nicht gelesen, aber ich habe mir mal die Webseite angeschaut, auf der das für die Finanzplanung empfohlene Tool „ESPlanner“ beschrieben wird. Ob es sich dabei nun um eine revolutionäre Methode der Finanzplanung handelt, sei dahin gestellt, aber zumindest regt die Seite mal zu einigen Überlegungen hinsichtlich der eigenen Altersvorsorge an.
„Rücklagen bilden für den Ruhestand oder: Wie soll man für die Rente sparen?“ weiterlesen

Finanzieller Schutz – der erste Schritt zur finanziellen Freiheit

Rücklagen für 12 Monate

Finanzieller Schutz – eine ToDo Liste

1. Zeitraum bestimmen
2. monatliche Ausgaben ermitteln
3. Höhe der Rücklage berechnen
4. Tagesgeldkonto einrichten und SPAREN

Wie lange möchte ich abgesichert sein?

Der erste Schritt im Rahmen einer langfristigen Vermögensplanung ist, sich einen finanziellen Schutz für einen bestimmten Zeitraum zu schaffen. Damit bin ich geschützt im Fall eines plötzlichen Einkommensausfalls z.B. durch Arbeitslosigkeit. Den Zeitraum, den ich absichern möchte, muss ich natürlich entsprechend meiner Risikoneigung selbst definieren. Ich habe für mich 12 Monate gewählt. Das heisst, ich kann mir die Freiheit nehmen zu kündigen und habe dann 12 Monate Zeit, mich neu zu orientieren oder einfach ein Sabbat-Jahr zu geniessen. Die laufenden Ausgaben kann ich dabei problemlos aus meinen Ersparnissen bestreiten.

Wieviel Geld benötige ich pro Monat?

Um mir einen Überblick über meine monatlichen Ausgaben zu verschaffen genügt ein einfaches Haushaltsbuch in Excel. Damit werden alle Einnahmen und Ausgaben, die in meinem Kontoauszug auftauchen erfasst. Ich unterscheide dabei drei Kategorien

  • Einnahmen
  • fixe Ausgaben
  • variable Ausgaben

Die drei Gruppen unterteilt man dann entsprechend den eigenen Erfordernissen. Mein Haushaltsbuch in Excel sieht derzeit so aus:

Haushaltsbuch Excel monatliche Ausgaben

Excel Haushaltsbuch

Damit habe ich nach ein paar Monaten einen guten Überblick über meine durchschnittlichen monatlichen Einnahmen und Ausgaben und kann sehr genau sagen, wieviel Geld ich nun pro Monat/Halbjahr/Jahr benötige.

Anfangs ist es noch interessant, die Einnahmen und Ausgaben monatlich zu erfassen, nach spätestens einem Jahr reicht es auch, dass Haushaltsbuch alle 3 Monate zu aktualisieren (siehe auch  Zeit sparen – Aufgaben bündeln ). Dafür benötige ich nur rund 15 Minuten pro Quartal, daher benutze ich auch keine aufwendigere Software wie Quicken o.ä..

Wieviel muss ich nun konkret ansparen?

Da ich nun meine Ausgaben pro Monat genau benennen kann, ergibt sich mein Sparziel für den finanziellen Schutz wie folgt:

Rücklage = Ausgaben pro Monat x Anzahl der Monate, die ich absichern möchte

Betragen meine durchschnittlichen Ausgaben pro Monat z.B. 2000 Euro, muss ich 24.000 Euro ansparen, um 12 Monate lang abgesichert zu sein.

Wie spare ich?

Nun weiß ich also, wie hoch die Rücklage sein soll und wir kommen zum Kern der Sache: SPAREN. Da es ja eine Rücklage für Notfälle ist, muss das Geld schnell verfügbar sein. Daher nutze ich hierfür ein Tagesgeldkonto kombiniert mit Festgeldanlagen. Muss ich die Rücklage in Anspruch nehmen, brauche ich ja nicht gleich den gesamten Betrag von 24.000 Euro, sondern jeweils nur einen Betrag in Höhe meiner monatlichen Ausgaben. Daher kann ich z.B. nur 10.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto vorhalten und die übrigen 12.000 Euro zeitlich gestaffelt in Sparbriefen mit höherer Verzinsung anlegen. Sofern das Geld schon vorhanden ist, ansonsten heißt es natürlich erstmal so viel möglich monatlich auf dem Tagesgeldkonto sparen. Wieviel im Monat zum Sparen zur Verfügung steht, kann ich gut aus meinem Haushaltsbuch-Excel-Sheet ablesen.

Für diesen ersten Schritt zur finanziellen Freiheit benötige ich keine komplizierten Geldanlage-Startegien, sondern einen guten Überblick über meine Einnahmen und Ausgaben und etwas Ausdauer beim monatlichen Sparen…

Konkret sieht meine Anlagestrategie für den finanziellen Schutz so aus: Geldanlage Tagesgeld und Sparbriefe

Die drei Meilensteine auf dem Weg zur finanziellen Freiheit

1.   Rücklage für 12 Monate

Der erste Schritt ist, zunächst mal so viel Geld anzusparen, dass man ca. 12 Monate davon leben kann.
Hierzu muss ich erstmal meine monatlichen Ausgaben ermitteln. Ich bin dabei immer wieder zurück zu meinem Excel-Budgetplan gekommen, den ich hier noch vorstellen werde. Diverse Haushaltsbuch-Software konnte mich nicht überzeugen.
Der erste Schritt…

2.   Kapitalstock aufbauen und nur noch von den Zinsen leben

Mittels erfolgreicher Geldanlage muss es gelingen, so viel Kapital anzusparen, dass die monatlichen Ausgaben allein durch die Zinsen gedeckt werden können. Das Kapital wird dabei nicht angegriffen.

Die einfache Regel lautet hier bei einem unterstellten Zins von 8% p.a.:

Betrag, der monatlich benötigt wird x 150 = Menge an Kapital, die benötigt wird

3.   Finanzielle Freiheit

Der Kapitalstock ist nun so groß, dass die Zinsen daraus nicht nur die notwendigen monatlichen Ausgaben decken, sondern auch Wünsche und Träume damit realisiert werden können.

Die Schritte, die ich auf meinem Weg zur finanziellen Freiheit bereits gegangen bin, werde ich hier nach und nach darstellen.