zur Erinnerung: Quantile, Perzentile, Median und geometrisches Mittel

Median

Der Median betsimmt die relative Position der Daten. Ordnet man die Messergebnisse der Größe nach, dann ist der Median genau der Wert in der Mitte. Ist der Median eines Tests 83, dann wissen wir, dass 50% aller anderen Ergebnisse kleiner als 83 sind und 50% größer. Der Median ist ein Beispiel für ein Perzentil (Prozentrang), das 50. Perzentil. Der Median oder Zentralwert wird vor allem dann eingesetzt, wenn man einen realistischen Durchschnitt für Werte berechnen will, die weit auseinander divergieren, also für Daten mit einer hohen Streuung.

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Was kann der Euro aus der amerikanischen Finanzgeschichte lernen?

Lessons for the Euro From Early American Monetary and Financial History by Jeffry Frieden

History does not repeat itself, but it does rhyme. – Mark Twain

Welche Parallelen lassen sich zwischen der Europäischen Union und der Finanzgeschichte der USA ziehen? Die Staaten damals waren wirtschaftlich ebenso unterschiedlich entwickelt wie die Mitglieder der Europäischen Union heute. Es kann daher nicht die eine Finanzpolitik geben, die für alle past. Damals wie heute entscheidend ist aber das Vertrauen in Institutionen wie die EZB. Hier meine Stichpunkte zu der spannenden Gegenüberstellung von Jeffry Frieden. Den Link zum vollständigen Essay bei scribd findet ihr ganz unten.

  • expansionary monetary and credit conditions: low interest rates, relatively lax regulatory standards, aggressive government spending, typically favored in rapidly growing areas, they want to be able to expand their activities more easily to take advantage of new opportunities, economic agents are often debtors, whose real debt burden is lessened by lower real interest rates
  • in more stable regions of the economy there are more likely avers and creditors, they want less expansionary monetary policies and lower inflation, they prefer more pro-creditor financial policies and more limited government spending
  • the American Revolution was financed largely by the issuance of debt that could not be serviced and through money that could not be redeemed – by inflationary means
  • the Continental Congress, which was the representative agent of the thirteen colonies, issued a currency called the Continental Dollar. This paper money is best known in the context of the expression

 worthless as a Continental

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Geld und Macht – Interview mit Hans Jürgen Krysmanski

Interview mit dem Soziologen Hans-Jürgen Krysmanski über Reichtumsforschung, Eliten und den Zusammenhang von Geld und Macht.

Elite sind diejenigen, deren Soziologie keiner zu schreiben wagt. – Karl Schmitt

Wann soll man Dividendenaktien verkaufen?

Viele Aktien bieten derzeit eine Dividendenrendite von 3 Prozent und mehr, während die Zinsen für Anleihen und Festgeld unterhalb der Wahrnehmungsschwelle liegen. Warum also nicht kurz vor der Hauptversammlung eines Unternehmens eine dividendenstarke Aktie kaufen, um ein paar Tage später eine schöne Ausschüttung einzustreichen? Wer zum Beispiel 100 Aktien von Siemens am Tag der Hauptversammlung im Depot hielt, konnte sich im Januar 2015 über eine Dividendenzahlung von 330 Euro freuen. Schnell verdientes Geld? „Wann soll man Dividendenaktien verkaufen?“ weiterlesen

Keine Investment Zauberformel von John C. Bogle

Ein Buch über Index Investing vom Begründer der Vanguard Fonds

Keine Investment Zauberformel

Ein kleines kompaktes Buch zum Thema Index Investing, was aus dem deutschen Titel so nicht unbedingt hervorgeht. Etwas treffender ist da der Titel der Originalausgabe The Little Book of Index Investing: The Only Way to Guarantee Your Fair Share of Financial Market Returns (Little Book Big Profits).

John Bogle wendet sich darin an die breite Schicht der Amateuranleger mit einer einfachen Botschaft:

Gehen Sie einfach mit ihrem gesunden Menschenverstand an die Aufgabe heran: spielen Sie das Gewinnerspiel, indem Sie Unternehmen kaufen, spielen Sie nicht das Verliererspiel indem Sie versuchen, den Markt zu schlagen.

Seine Paradigmen des Indexing lauten dabei

  • langfristige Geldanlage
  • breitmöglichste Diversifizierung
  • minimale Kosten
  • die Anleger bekommen garantiert den vollen, ihnen zustehenden Anteil am Marktertrag

Es ist schon schlimm genug, dass man das Marktrisiko eingehen muss. Nur ein Narr nimmt das zusätzliche Risiko auf sich, dass er noch mehr Schaden anrichtet, indem er seinen Sparstrumpf nicht richtig diversifiziert. Umgehen Sie dieses Problem – kaufen Sie einen gut geführten Indexfonds und besitzen Sie den gesamten Markt. – William Bernstein, Autor von The four pillars of investing

Am Ende des Buches präsentiert John Bogle dann die Antwort auf die spannende Frage: Was soll ich jetzt machen? „Keine Investment Zauberformel von John C. Bogle“ weiterlesen

Gilt die Einlagensicherung pro Person und Bank?

Vertrauen in Banken und Finanzinstitutionen ist die Grundvoraussetzung für ein stabiles Finanzsystem. Ist das Vertrauen zerstört, kann es dazu kommen, dass  Kunden die Bank „stürmen“, um sich ihre Einlagen bar auszahlen zu lassen. Einen solchen „bank run“ soll die Einlagensicherung verhindern und damit Finanzstabilität sicherstellen.

Einlagensicherung

Aber auch die vergleichsweise hochwertige Einlagensicherung in Deutschland hat so ihre Tücken. Der Kunde hat bei privaten Einlagensicherungssystemen generell keinen Rechtsanspruch auf eine Entschädigung. „Gilt die Einlagensicherung pro Person und Bank?“ weiterlesen